Wir bauen uns ein NAS

Veröffentlicht am 6. Juli 2011 keine Kommentare

Datensicherung – viele wissen, wie wichtig es ist. Die wenigsten tun es – bis etwas passiert ist… Nicht so bei mir, mir sind meine ganzen Dateien mehr als wichtig. Egal ob Fotos, PHP Skripts, Mails oder andere selbst erstellte Dateien, ein Verlusst wäre mehr als übel für mein Seelenheil 😉 Bisher liefen Backups bei mir so: SATA-Platte(n) bei Bedarf an den Rechner stecken, Dateien kopieren, Platte(n) außerhalb der Wohnung lagern. Auf dauer ziemlich unpraktisch und ab und an brauchte man gerade die Platte die gerade nicht greifbar war.
Eine Lösung musste also gefunden werden, ein NAS (Network Attached Storage oder einfach Dateiserver) stellte sich als das geeignete Produkt heraus – genügend Speicherplatz, klein, leise, energeieffizient und die Dateien immer greifbar. Denkste! Steht das NAS im gleichen Gebäude und es brennt, Wasserschaden, Einbruch oder was auch immer sind die Daten höchstwahrscheinlich weg – das Gerät zahlt die Versicherung die Dateien sind aber „unbezahlbar“. Also ein zweites NAS in der Heimat einrichten und die Daten per Internet synchronisieren – die Lösung!

Also ging die sucherei los – ich hatte natürlich genaue Vorstellungen was ich haben wollte. Das wären dann folgende:
– günstiger Speicherplatz (10TB nutzbarer Speicher sollten es schon sein)
– „gesichert“ per RAID5 – RAID ist aber keine Daten sondern eine Ausfallsicherung
– Synchronisierungsmöglchkeit der zwei Geräte (bsp. RSync)
– SMB (Windows), AFP (Mac OS) für TimeMachine Backups & (s)FTP Freigaben (per Samba, Netatalk & SSH)
– iTunes / UPnP Mediaserver (per forked-daapd & MediaTomb)
– erweiterungsfähig (sowohl Hardware als auch Software [SVN / Web- / Datenbankserver etc])

Und genau da fing das Problem an – RAID & Sync bieten meist nur die Geräte für Business-Kunden denen fehlt dann aber das Multimediazeug oder eben Consumer-Produkte mit Medistreaming aber ohne RAID etc. Ich habe die Websites aller mir bekannten Anbieter socher Geräte durchgesehen und bin leider nicht fündig geworden oder die Geräte hatten dann Preise die ich dann doch nicht bereit bin zu investieren 😉

Spezielle Anforderungen erfordern dann eben doch „Handarbeit“, also ging es ans Konzept… Als Betriebssystem sollte Linux, genauer gesagt das aktuelle Debian „Squeeze“ 6.0.2 zum Einsatz kommen. Damit (ältere Version) habe ich vor einiger Zeit schon Erfahrungen sammeln können und fand mich ganz gut damit zurecht. Minimalinstallation auf einen USB-Stick und dann nur das nachinstallieren was wirklich benötigt wird. Dazu Hardware die nicht ganz so viel aus der Steckdose und dem Geldbeutel zieht.

Es sind dann folgende Komponenten auf meinem Einkaufszettel gelandet:
– Board: ASUS E35M1-M Pro mit AMD E-350 DualCore CPU (bei amazon )
– Arbeitsspeicher: günstigstes 8GB DDR-3 PC-1333 Bundle mit 2x4GB Riegeln – Corsair XMS3 (bei amazon )
– Netzteil: günstiges, leises 300W 80+ NT – zwar „etwas“ überdimensioniert aber den dreifachen Preis für ein Low-Watt-Netzteil fand ich dann doch heftig – be quiet! BN103 Pure Power (bei amazon )
– Festplatten: je 6 Seagate Barracuda ST2000DL003 mit 2TB (bei amazon )
– Lüfter: langsam drehender 20cm Lüfter zum kühlen von Board (der mitgelieferter Lüfter wird nicht verwendet) und den Platten – Antec Big Boy 200 (bei amazon )
– SystemSpeicher: 16 GB USB-Stick für das Betriebssystem – Corsair Voyager 16GB USB 3.0 (bei amazon )
Das ganze natürlich in zweifacher Ausführung, ist ja klar.

Ein passendes Gehäuse habe ich noch nicht dafür gefunden, da ist vermutlich auch mein Handwerkliches geschick gefordert 🙂 aber das hat auch noch Zeit bis alles so läuft wie ich mir das vorstelle, sozusagen der letzte Schliff… Erst einmal die Software fertig installieren/einrichten dann ausgiebig alles testen und dann ab in ein würdiges Gehäuse mit den ganzen Kram 🙂

Natürlich werde ich weiter über das „Eigenbau NAS“ berichten…

weiter zu Teil 2

Kategorien: Allgemein, Hardware

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