Nach gut 2 Jahren steht bei mir endlich wieder Saltatio Mortis auf dem Terminplan. Nachdem im Herbst 2011 das nunmehr 6. (Rock)Studioalbum erschien, machten sich die Spielleute natürlich wieder auf den Weg die neuen und natürlich auch älteren Stücke Live zu präsentieren. Heutiger Zwischenstopp: Posthalle Würzburg.

Mit im Gepäck sind, dieses mal zwei Musiker, aus Berlin. Pünktlich 20:30 stehen sie auf einem kleinen Stück der Bühne. Der Hintere Teil ist bereits für Saltatio Mortis vorbereitet und von einem großen schwarzen Tuch verdeckt, auf dem steht groß der Name der heutigen Vorband: Das Niveau. Das was von der Bühne noch übrig ist reicht den 2 Herren allerdings für ihre Show. Die Rollen sind klar verteilt, Sören Vogelsang ist hauptsächlich für den Gesang verantwortlich, während sich Martin Spieß um die Gitarre kümmert – allerdings auch zum Mikrofon greift. Mit viel Humor und sehr Unterhaltsam geht es da vorne zu, was an diesem Abend allerdings anfangs etwas unpassend wirkt. Nach kurzer Zeit erwischt man sich selbst allerdings dann mit einem Lächeln im Gesicht, mitsingend und einfach Spaß haben. Auch wenn die Jungs zwischen den Liedern ziemlich viel quatschen, weil sie das wohl für ihre Live CD benötigen, wird es nicht langweilig den beiden zuzuhören.

Kurze Pause, der Rest der Bühne wird enthüllt und alles an seinen Platz gestellt, es wird dunkel. Dann legen die acht Musiker auch gleich mit voller Kraft und dem Lied „Ode an die Feindschaft“ los. Wobei es sich Bruder Frank mit seiner kaputten Achillessehne auf einem Barhocker gemütlich macht und den Abend zumindest Bewegungstechnisch nicht übermäßig ausschmückt. Alea „der Bescheidene“ gleicht diese Bewegungsarmut allerdings spielend aus, mit so viel Energie springen nicht viele Sänger über ohne das ihnen die Puste ausgeht. Für Saltatio Mortis ist dies kein Problem – die Spielleute verstehen sich, die Show kann besser nicht laufen. Dank der gut gemischten Setlist ist an diesem Abend für jeden etwas dabei, ältere Stücke für die „Stammkundschaft“ und neuere für die, die eventuell erst seit den letzten zwei Alben auf die Band aufmerksam wurden. Alle beteiligten haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit an diesem Freitag in der Würzburger Posthalle und das Publikum weiß dies zu würdigen. Die Stimmung ist ausgelassen: Alea lässt sich durch das Händemeer der Gäste durch die Halle tragen und motiviert zum mitsingen sowie klatschen. Alles wie immer könnte man sagen, aber hier von stumpfer Routine zu sprechen ist keinesfalls angebracht. Die Zeit vergeht an diesem Abend viel zu schnell, die 24-Titel lange Setlist hätte gerne auch doppelt so lang sein können. Beim letzten Lied „Spielmannsschwur“ stehen dann auch die zwei Barden Martin & Sören mit auf der Bühne um dem Abend einen würdigen Abschluss zu bescheren.

   
  
 

Setlist Saltatio Mortis:

  • Ode an die Feindschaft
  • Keines Herren Knecht
  • Der letzte Spielmann
  • Uns gehört die Welt
  • Salome
  • Hochzeitstanz
  • Nachtigall und Rose
  • Gott Würfelt Nicht
  • Das kalte Herz
  • Habgier und Tod
  • Spiel mit dem Feuer
  • Sündenfall
  • Fiat Lux
  • Nach Jahr und Tag
  • Tod und Teufel
  • Wir säen den Wind
  • Eulenspiegel
  • Prometheus
  • Rastlos
  • Koma
  • Wieder unterwegs
  • Nichts bleibt mehr
  • Falsche Freunde
  • Spielmannsschwur