Bin dann mal ein paar Tage weg…

Veröffentlicht am 19. September 2014 4 Kommentare

… aber erst im Oktober! Urlaub ist was feines, nur geht der immer viel zu schnell vorbei. Im Normalfall hat man seine 24 (+ X) Tage Urlaub im Jahr und verteilt die schön über die ganze Zeit. Hier mal ein verlängertes Wochenende, dort mal einen Brückentag und die obligatorischen 2 Wochen und so weiter. Am Ende des Jahres kann man sich dann aber meist nur noch an die zwei Wochen erinnern und fragt sich wo die anderen Tage hin verschwunden sind. Ich kenne das und eigentlich stört einen das nicht wirklich – man kommt relativ entspannt durch die 12 Monate bis das Kontingent wieder aufgefüllt wird. Wenn man sich aber mal dazu entschließt, für längere Zeit Pause zu machen, sieht das gleich ganz anders aus. So eine Idee reift ja etwas, bei mir waren das gut ein halbes Jahr bis es „fest stand“ wie der Urlaub 2014 aussehen soll. Da hatten wir noch 2013. Was man leicht vergisst: die Zeit bis zum Urlaub wird lang.

Reiseplanung

Reiseplanung für Australien

Down Under ist ja für viele das „Traumland“ schlechthin. Ich muss sagen, im Jahr 2000 zur Expo in Hannover hat das Foster’s echt gut geschmeckt und der Pavillon war auch ganz hübsch, aber unbedingt hin wollte ich damals dann doch nicht. Das hat sich dann zwischenzeitlich aber geändert. Nach ein paar angesehenen Dokumentationen und den Reiseberichten bzw. der Fotos von Freunden und Bekannten hat sich das Urlaubsziel dann doch irgendwie gefestigt. Nachdem ich es vor ein paar Jahren nicht geschafft hatte einen Freund in Singapur zu besuchen, da er nach Australien ausgewandert war, wäre das auch ein guter Grund gewesen das nachzuholen. Anfang des Jahres stand dann die Jahresurlaubsplanung an, es ist schon ein etwas komisches Gefühl, wenn man sich den Starttag aussucht und dann die verfügbaren 27 Tage bis Urlaubsende abzählt. Mein Abteilungsleiter war im ersten Moment „sichtlich begeistert“, ich wollte ja auch noch ein paar Tage Überstunden dran hängen. Das konnte aber alles mit ein paar Worten geklärt werden und so wurden es dann 30 genehmigte arbeitsfreie Tage. Danach stellte sich dann heraus, dass das mit dem Besuchen nichts wird, dazu müsste ich in die USA fliegen – ständig am umziehen, man könnte denken er flüchtet vor mir, hat aber bald alle Kontinente durch und ist auch ab und an der Heimat anzutreffen. Aber was soll ’s, der Urlaub ist genehmigt, das Ziel steht auch grob fest, wird schon werden. Grob weil es ja nicht nur ein Land sondern ein ganzer Kontinent ist der bereist werden will. Jetzt ging es an die Planung: Ich stellte mir eine „Rundreise“ mit einem kleinen Campervan oder so vor, eventuell 4×4 oder einfach nur ein normaler Mietwagen mit Übernachtungen in Motels, aber erst mal die Ziele abstecken. Also Karte raus, daneben den Laptop mit der Suchmaschine der Wahl und los geht ’s. Zack ist die Rundreise Geschichte, es wird ein OneWay-Trip. Start in Darwin, Ziel in Sydney: einmal quer durchs Outback und an der Südküste entlang. Das reicht ja schon mal um den Flug klar zu machen. Gebucht wurde dann Ende März. Start in Frankfurt, mit Zwischenstopp in Dubai und Singapur in Richtung Darwin (05.-07.10.) und auf dem Flug zurück von Sydney nach Frankfurt nur in Dubai (14.11.). Danach ging es auf die Suche nach dem passenden Gefährt. Es gibt einige große Anbieter mit sehr vielen, teilweise undurchsichtigen Bedingungen und nicht wirklich tollen Buchungswebseiten. Im Endeffekt habe ich das dann über einen Vermittler in Deutschland laufen lassen und das hat bisher auch gut funktioniert (Namen und Empfehlungen (oder eben auch nicht) erst wenn ich zurück bin). Der 4×4 mit integrierten Schlafplatz war lange in der engeren Auswahl, der normale Mietwagen ist eigentlich gleich ausgeschieden – wenn man, so wie ich, fotografieren will möchte man sich nicht an Check-In bzw. Öffnungszeiten halten müssen. Deshalb wird es nun ein kleiner Bus auf Basis eines Ford Transit bzw. Mercedes Sprinter oder ähnliches. Mit Bett, Küche, Dusche etc. – man gönnt sich ja sonst nichts. Damit kann man dann auf Rest-Areas oder Campingplätzen bleiben aber auch einfach irgendwo im Nirgendwo stehen bleiben (wenn man sich Mühe gibt). Hätten wir also erledigt: Urlaub, Flug und Auto.

Fehlt noch Reisepass, Visum und Führerschein. Mein Reisepass war schon seit ein paar Jahren abgelaufen. Ich hatte noch den guten ohne den ganzen Biometrie/RFID Quatsch. Also erst mal Fotos machen, dürfte das erste „Selfie“ von mir sein. Danach ab zum örtlichen Einwohnermeldeamt und den Pass beantragen. Das ist ganz schön teuer für gefühlte (un)Sicherheit. Kann mir nicht vorstellen, dass es was bringt, außer der Bundesdruckerei ein besser gefülltes Konto und den Behörden noch mehr tolle Daten. Nach ein paar fragenden Blicken wurde das Foto auch akzeptiert, nicht schön aber sehr speziell sag ich mal. Dann noch den internationalen Führerschein beim „Fachdienst Fahrerlaubniswesen“ (wer denkt sich solche Namen aus?) beantragen, wieder mit dem tollen Foto und dem fragenden Blick. Der ist richtig billig im Vergleich, so sieht der Papierlappen dann aber auch aus. Und zum Schluss noch das Visum beantragen, das geht recht einfach online, benötigt wird ein „eVisitor (subclass 651)“ Visum, das ist 12 Monate gültig, man kann 3 Monate am Stück bleiben, es kostet nichts und man hat die Mail innerhalb von wenigen Minuten bis Stunden im Postfach, wenn man denn einen gültigen Pass hat.

Nach dem ganzen offiziellen Teil kann der Roadtrip eigentlich los gehen, man muss nur irgendwie innerhalb der Zeit (immerhin fast 40 Tage) von A nach B kommen oder sich einen anderen Rückflug suchen…

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Kategorien: Allgemein

4 Kommentare bis jetzt.

  1. Ben sagt:

    Klasse! Das wird sicher eine super Reise! Ich bin schon sehr auf die Fotos gespannt! Nächstes Jahr dann USA, ok? 😉

    • frag-mich-doch.net sagt:

      Hi Ben,
      nächstes Jahr vermutlich nicht, da steht dann wieder Deutschland auf dem Urlaubsplan, aber 2016 könnte klappen – wenn du nicht vorher wieder umziehst 😉

  2. manuel sagt:

    hoffentlich kommen deine koffer alle an

    • frag-mich-doch.net sagt:

      hoffe ich auch, ist aber nur einer und wie es aussieht kann ich den genau auf die erlaubten 30kg packen – Stative, Slider, Akkus etc und ein paar Klamotten – die Linsen und die Cams, Notebook, Platten etc. kommen ins Handgepäck und im Notfall in die Hosen/Jackentaschen